Dies ist die offizielle Turnierseite der Osnabrücker Stadtmeisterschaft 2003. Das Turnier wurde über neun Runden von September bis Dezember 2003 ausgetragen. Am 12. Dezember 2003 fand die Siegerehrung statt. Spielort der Meisterschaft war wieder das Schachzentrum Barenturm, Hasemauer 19, in Osnabrück.
Hier können Sie sich die Ausschreibung und die Teilnehmerliste ansehen. Natürlich stehen der Endstand als Fortschrittstabelle (Preisträger farblich gekennzeichnet: Haupt-, B-, C-, Senioren-Preisträger) und die offizielle DWZ-Auswertung im Netz.
Wir haben Fotos von Runde vier, Fotos von Runde fünf und Fotos der letzten Runde ins Netz gestellt.
[Zum Abschlussbericht]
[Zu den Berichten der einzelnen Runden]
[Zum Bericht der Stadtschnellschachmeisterschaft]
[Zum Bericht der Stadtblitzmeisterschaft]
Runde 8
Kai Gersmann (SV Cervisia 94 Nordhorn) mischt sich nach verhaltenem
Turnierbeginn (nur 1,5 Punkte aus den ersten drei Runden) wieder einmal in den
Titelkampf der Stadtmeisterschaft ein. Der schon bei früheren Ausgaben dieses
Turniers als Favoritenschreck agierende Wahl-Osnabrücker beendete mit einer für
seinen Stil gewohnt aggressiven Partie die Glückssträhne des Ilja Bäumler
(SV Osnabrück) mit zwei kleinen gefälligen taktischen Tricks und verhalf somit
dem Titelverteidiger FM Christian Richter vom Bundesligaverein SK Turm Emsdetten,
der trotz der unmittelbar vor der Partie von seinem Gegner Boris Schröder
(SC IG Metall Osnabrück) angeführten heftigen Proteste gegen die nach FIDE-Regeln
zu Schweizer System - Turnieren reguläre Auslosung Nervenstärke zeigte - wie schon
sein Vorgänger (Thomas Franke, OSV) hat er den nicht immer leichten Spagat
zwischen Turnierleitung und Spieler zu vollbringen - und dem in einer von beiden
Seiten gutklassig geführten Partie nach hartem Kampf die Entscheidung
zu seinen Gunsten in komplizierter Stellung gelang, zur alleinigen Führung.
Weiteren Boden konnten Lutz Weißkopf (SC IG Metall Osnabrück), der dem als
Mitfavorit gestarteten Norbert Lange vom SK Rulle schon die dritte Niederlage
bei diesem Turnier zufügen konnte, Efim Dan (SC Melle 03), Hans-Joachim Wöstmann
sowie Klaus-Dieter Mann (beide SV Osnabrück) mit ihren insgesamt deutlichen
Siegen gutmachen, die sich damit vor der letzten Runde alle noch Hoffnungen auf
einen Hauptpreis machen dürfen.
Spannung verspricht die Konstellation vor der letzten Runde: Insgesamt haben noch
vier Spieler die Chance auf den Stadtmeister-Titel. Das gab es zuletzt im alten
Jahrhundert !
[C.R.]
Runde 7
Klaus-Dieter Mann begann die Rückkehr auf das kältere Festland nach
Kanaren-Reise anlässlich seines "eckigen Geburtstages" mit einer Niederlage gegen
seinen Mannschaftskollegen vom SV Osnabrück, Ilja Bäumler, wobei sicher
auch der Altersunterschied von 50 Jahren nicht unwesentlich war. Ebenfalls
unbefriedigend wohl für das gesamte Feld die kampflos entschiedene Paarung
FM Christian Richter - Boris Schröder auf Grund beidseitiger
Terminschwierigkeiten und eines Unglücksfalls zu Ungunsten des letztgenannten.
Deutlich glücklicher waren sicher Lutz Weißkopf und Kai Gersmann
nach ihren Siegen in den Duellen der Verfolger, wie auch Alfons Thöle
(SV Hellern), welcher dem langjährigen Spitzenspieler des SV Osnabrück,
Hans-Joachim Wöstmann, dem zu Turnierbeginn sicher eine bedeutendere Rolle
zugetraut werden durfte, sich aber nach eigener Aussage durch grobe Schnitzer um
den Lohn seiner Bemühungen bringt, ein Remis abringen konnte.
Weiter auf dem Vormarsch ist Leonid Henin (TSV Osnabrück), der den zumindest
in dieser Runde deutlich favorisierten Hans-Jürgen Bade (SV Hellern)
bezwingen konnte, ebenso wie der vereinslose Dr. Elmar Kos nach seinem Gewinn
gegen Ingo Hollmann (TSV Osnabrück). Erwähnenswert sind auch der Schwarz-Sieg von
Hermann Wraga (SC IG Metall Osnabrück) über Norbert Schütt (TuS Bramsche)
sowie der volle Punktgewinn von Dennis Vitkowski (SC Dissen-Bad Rothenfelde)
gegen Christian Jackl (SC Wittekinds Knappen).
[C.R.]
Runde 6 Nun musste auch Ilja Bäumler den ersten halben Punkt abgeben. In der Partie gegen Efim Dan war seinem Gegner der Sieg zu greifen nahe, doch konnte Bäumler in beidseitiger Zeitnot das Ruder herumreißen und die Partie endete mit einem Remis. Am Nebenbrett wurde auch die Bedenkzeit von jeweils 2,5 Stunden bis auf wenige Minuten voll ausgenutzt. Nachdem Lutz Weißkopf einen kleinen Vorteil im Mittelspiel nicht ausnutzen konnte, konterte FM Christian Richter in einem Springerendspiel und brachte noch einen Sieg nach Hause, wobei ihm auch die etwas knappere Zeit seines Gegners half. An Brett 3 musste Hans-Joachim Wöstmann eine unglückliche Niederlage hinnehmen. Nachdem ihm Boris Schröder Remis angeboten und er dies abgelehnt hatte, machte er unmittelbar darauf einen Fehlzug, verlor eine Figur und die Partie. [N.K.]
Runde 5 Es trafen die bisher einzig verlustpunktfrei gebliebenen, Ilja Bäumler und Lutz Weißkopf aufeinander. In einer überlegen geführten Partie konnte Bäumler den nominell stärkeren Kontrahenten bezwingen. Weißkopf muss sich dadurch in die Verfolgergruppe einreihen, zu der mit ihren Siegen FM Richter (gegen Bade), Dan (gegen Dr. Splett) und Schröder (gegen Mann) gehören. Auf der Lauer mit 3,5 Punkten liegt noch Hans-Joachim Wöstmann, der in einer spannenden Partie gegen Norbert Lange einen vollen Punkt ergattern konnte. Die "3-Punkte-Fraktion" wird von Dr. Splett angeführt, der nach Siegen in den ersten 3 Runden schließlich 2 Niederlagen hinnehmen musste. In der unteren Tabellenhälfte wartet Heinz Bruweleit auf sein erstes Erfolgserlebnis. [N.K.]
Runde 4 Lutz Weißkopf (SC IG Metall Osnabrück) und Ilja Bäumler (SV Osnabrück) konnten in den Partien gegen Dr. Martin Splett und Norbert Lange (SK Rulle) den jeweils vierten Sieg in Folge erzielen. Weißkopf und Bäumler haben nunmehr einen Punkt Vorsprung vor dem Rest des Feldes und haben sich damit etwas von diesem abgesetzt. Allerdings schlafen auch die Verfolger nicht. Ganze sechs Spieler können drei Punkte aus den vier Runden vorweisen und warten nur darauf, zur Tabellenspitze vorstoßen zu können. Die kommende Runde verspricht, besonders spannend zu werden. Es kommt nicht nur zur Spitzenpaarung Bäumler gegen Weißkopf, auch an den folgenden drei Brettern wird hart gerungen: Dort treffen sämtliche Spieler der Verfolgergruppe direkt aufeinander. [D.W.]
Runde 3 Mit der Niederlage von Hans-Joachim Wöstmann, amtierender Vereinsmeister des SV Osnabrück, in der Partie gegen Dr. Martin Splett hat ein weiterer Spieler aus der gesetzten Turnierspitze Federn lassen müssen. An den anderen vorderen Brettern hatten sowohl Boris Schröder, der gegen Ilja Bäumler vom SV Osnabrück antrat, als auch Kai Gersmann (Cervisia Nordhorn) im Spiel gegen den beim SK Rulle spielenden Norbert Lange zwischenzeitlich gute Aussichten. Am Ende behielten aber Bäumler und Lange die Oberhand und gewannen ihre Partien. Auch Uwe Stoffers (SV Osnabrück) hatte gegen Alfons Thöle aus Hellern alle Trümpfe in der Hand, konnte die Partie aber dennoch nicht für sich entscheiden. Nach drei Runden stehen nur noch Lutz Weißkopf (SC IG Metall Osnabrück), Ilja Bäumler und Dr. Martin Splett ohne Punktverlust an der Spitze der Tabelle. [D.W.]
Runde 2 Die Spitzenpaarung Christian Richter - Ilja Bäumler nahm einen überraschenden Ausgang, denn durch einen "Fingerfehler" büßte FM Richter eine Figur ein und verlor damit auch die Partie. Damit ging eine Serie von 31 in der Stadtmeisterschaft nicht verlorenen Partien - letzte Niederlage 1999! - zu Ende. Für den Abo-Sieger der vergangenen Jahre ist es kein Trost, dass damit das Rennen um den Stadtmeistertitel offener denn je ist. Die zu dem Favoritenkreis gehörenden Norbert Lange und Hans-Jürgen Bade sowie Klaus-Dieter Mann und Hans-Joachim Wöstmann trennten sich Remis. Ohne Punktverlust sind neben Ilja Bäumler noch Boris Schröder, Lutz Weißkopf und Ludger Wöllermann. Die für frischen Wind im Turnier sorgenden Dr. Martin Splett und Dr. Elmar Kos trafen aufeinander und mussten sich insofern den Wind gegenseitig aus den Segeln nehmen, denn jetzt segelt Dr. Splett allein verlustpunktfrei weiter und muss sich in der nächsten Runde mit dem letztjährigen Vereinsmeister des OSV, Wöstmann, auseinandersetzen. [N.K.]
Runde 1 Traditionell treten in der ersten Runde die höher gesetzten gegen die niedriger gesetzten Spieler an. In der Regel konnten sich die "Großen" in dieser Runde auch durchsetzten. Aufhorchen ließen Hanno Meyer (SC IG Metall), der dem bei Cervisia Nordhorn spielenden Kai Gersmann ein Remis abrang, sowie Dr. Elmar Kos und Dr. Martin Splett, die Jörg Hinken und Elyk Kutsyn (beide SV Osnabrück) schlagen konnten und möglicherweise weiter für frischen Wind im Turnier sorgen. [D.W.]
Die 54. Osnabrücker Stadtmeisterschaft startete mit 34 Schachspielern. Die Teilnehmerzahl scheint sich also leicht zu stabilisieren. Außerdem hat das Leistungsniveau des Turniers an der Spitze im Vergleich zum Vorjahr deutlich angezogen: In diesem Jahr sind es sechs Spieler, die eine Wertungszahl von über 2000 Punkten aufweisen (2002: drei Teilnehmer), ganze zehn haben eine DWZ von 1950 oder mehr (2002: sieben Spieler). Bleibt zu hoffen, dass die Zahl der Teilnehmer im nächsten Jahr weiter ansteigt.
In den Herbstferien, wenn die Osnabrücker Stadtmeisterschaft ruht, findet traditionell die Osnabrücker Stadtschnellschachmeisterschaft statt. In diesem Jahr fanden sich im Schachzentrum Barenturm, dem Spiellokal des gastgebenden SV Osnabrück, 14 Teilnehmer - ein leichter Zuwachs gegenüber den Vorjahren - ein: sechs Teilnehmer des Hausvereins SV Osnabrück, drei vom SV Hellern, zwei vom TSV Osnabrück, ein Spieler des SC Fürstenau sowie zwei Vereinslose, unter denen sich auch eine der beiden Damen befand.
Das Turnier wurde in 7 Runden Schweizer System a 2 x 15 Minuten gespielt. Nach knapp vierstündigem Kampf setzte sich Schachfreund Leonid Henin vom TSV Osnabrück als an Position 7 gesetzter Spieler mit 6,5 Punkten überraschend souverän vor den Favoriten Klaus-Dieter Mann auf Platz zwei mit 6 Punkten und Illia Maron auf Platz drei mit 4,5 Punkten (beide SV Osnabrück) durch. Einzig gegen den viertplatzierten Jörg Hinken vom SV Osnabrück, der das Turnier wie gewohnt routiniert leitete, musste der Sieger einen halben Punkt abgeben. [J.H.] Zur Abschlusstabelle
Nach knapp viereinhalbstündigem Kampf hatten der Stadtmeister 2003 Christian Richter vom SK Turm Emsdetten, der nur gegen Efim Dan vom SC Melle 03 verlor, und Martin Botschek (SV Hellern), der im direkten Vergleich gegen Christian Richter unterlag, jeweils 21 Punkte aus 22 Partien. Es musste also die Entscheidung durch zwei weitere Partien herbeigeführt werden. Hier setzte sich Christian Richter dann klar und ungefährdet mit 2-0 durch und hat damit nach der Stadtmeisterschaft auch die Stadtblitzmeisterschaft gewonnen. [J.H.] Zur Abschlusstabelle